Im Dialog mit den Bürger:innen: Stiftungen beim Bürgerfest des Bundespräsidenten

Begegnungen, Gespräche und neue Perspektiven: Beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Bonn haben die Liz Mohn Stiftung und die Bertelsmann Stiftung mit zahlreichen Besucher:innen über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Chancen diskutiert. Im Mittelpunkt standen die Stärkung von Demokratie und Zusammenhalt, die Perspektiven junger Menschen sowie die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Führung und Verantwortung.
©David Bärwald/ Bertelsmann Stiftung

Bonn/Gütersloh, 7. September 2026. Zwei Tage lang wurde der Park der Villa Hammerschmidt zum Treffpunkt für Menschen, die sich für die Gesellschaft engagieren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender hatten am 4. und 5. September zu ihrem Bürgerfest erstmals nach Bonn eingeladen. Mit dabei waren die Liz Mohn Stiftung und die Bertelsmann Stiftung, die sich mit einem gemeinsamen Stand und verschiedenen Dialog- und Mitmachangeboten präsentierten.

Dabei ging es vor allem darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Unter dem Motto „Demokratie stärken!“ griff die Bertelsmann Stiftung Fragen zu Demokratie und Zusammenhalt, Bildung und junger Generation, nachhaltigen Kommunen, Sozialer Marktwirtschaft und der Zukunft Europas auf.

Die Liz Mohn Stiftung richtete den Blick insbesondere auf junge Menschen sowie auf Führung in Zeiten Künstlicher Intelligenz. Die Gäste konnten ihre eigenen Einschätzungen einbringen: Was bewegt junge Menschen heute? Was motiviert Menschen, sich gesellschaftlich zu engagieren? Und welche Fähigkeiten brauchen Führungskräfte, wenn Künstliche Intelligenz zunehmend Arbeits- und Entscheidungsprozesse verändert?

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender besuchten den Stand und informierten sich über das Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz in der Führung“ der Liz Mohn Stiftung: Während der Bundespräsident mit KI vor allem die Hoffnung auf neue Möglichkeiten des Lernens verbindet, sieht Elke Büdenbender darin eine Chance, Inklusion mithilfe von KI zu stärken. Das Stimmungsbild am Stand machte zudem deutlich: Mit KI verbinden viele Besucher:innen große Erwartungen an Entlastung, Bildung und Teilhabe, zugleich aber auch Sorgen vor Kontrollverlust, Manipulation, gesellschaftlicher Ungleichheit und menschlicher Entfremdung. 

Andreas Pinkwart, Vorsitzender des Kuratoriums der Liz Mohn Stiftung, diskutierte am Stand der Stiftung mit Besucher:innen des Bürgerfests über die Zukunft der Demokratie und darüber, wie Künstliche Intelligenz im Ehrenamt für ein besseres Miteinander eingesetzt werden kann.

Bei einer weiteren Mitmachaktion konnten die Besucher:innen über die aus ihrer Sicht wichtigsten Werte der Demokratie abstimmen. Das Ergebnis setzte ein deutliches Zeichen für ein respektvolles Miteinander: Respekt lag bei den meisten Teilnehmenden der Umfrage klar an der Spitze. Auch Freiheit und Gerechtigkeit zählten für viele Gäste zu wichtigen Grundlagen des Zusammenlebens.

Vielfalt des Engagements erleben

Das Bürgerfest machte sichtbar, wie vielfältig Menschen in Deutschland Verantwortung für andere und für das Gemeinwohl übernehmen. Zum Auftakt waren rund 2.000 ehrenamtlich Engagierte aus ganz Deutschland eingeladen. Am zweiten Tag des Bürgerfestes öffneten die Villa Hammerschmidt und das benachbarte Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ihre Türen für die Öffentlichkeit. Mehr als 30 Organisationen, Initiativen und Unternehmen stellten ihre Arbeit vor. Ein vielfältiges Programm aus Gesprächen, Musik, Kultur und Mitmachangeboten begleitete das Fest. Internationales Partnerland war Japan, auch die Bundesstadt Bonn war Partner des Bürgerfestes. Wegen der Sanierung von Schloss Bellevue fand das seit 2012 ausgerichtete Fest erstmals am Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten statt. Für die Liz Mohn Stiftung und die Bertelsmann Stiftung boten die beiden Tage vor allem die Gelegenheit, Themen aus ihrer Arbeit unmittelbar mit Bürger:innen zu diskutieren. Zugleich nahmen die Stiftungen aus den vielen Gesprächen neue Perspektiven und Impulse für ihre weitere Arbeit mit.

Ansprechpartner:innen

Tanja Gierecker
Dr. Jörg Habich