Nach mehreren Seminaren und Workshops in Gütersloh und Bielefeld war es am Mittwoch, 4. November, so weit: Die außenpolitisch interessierten Jugendlichen der „Generation Global – Wir gestalten Welt“ unternahmen ihre erste gemeinsame Exkursion nach Düsseldorf. Die Gruppe wurde in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess zusammengestellt und soll innerhalb von zwei Jahren mithilfe von professionellen Coaches und Expert:innen an ihren Hard- und Soft Skills arbeiten, um als Akteur:innen von morgen öffentliche Debatten mitgestalten zu können.
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt trafen sie auf interessante Gesprächspartner, die ihnen offene Einblicke in ihre Arbeit gaben. Das kam bei den Jugendlichen gut an: „Ich finde besonders toll, dass wir mit Entscheidungsträger:innen auf Augenhöhe zu den unterschiedlichsten aktuellen Themen diskutieren können“, sagte Programmteilnehmerin Sabrina Serra Deppe.
Das erste Gespräch des Tages mit Thorsten Klute, Mitglied des Landtags, stand im Zeichen der aktuellen Jugendproteste im In- und Ausland. Der SPD-Politiker debattierte mit den jungen Menschen mögliche Folgen der Demonstrationen für die Bildungs- und Integrationspolitik. Auch Hass im Netz, Fake News und seinen persönlichen Blick auf Social-Media-Plattformen thematisierte der Abgeordnete im Austausch mit den Jugendlichen.
Anne Pomsel, Geschäftsführerin des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises unterstrich in ihrem Gespräch mit den jungen Menschen die Bedeutung der ökonomischen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und Japan. Düsseldorf als Standort der größten japanischen Community Kontinentaleuropas war dafür der passende Ort. Der Blick auf ein Land, das sonst eher selten im Fokus steht, gefiel auch den Jugendlichen: „Mir hat der Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der deutschen und japanischen Kultur sehr gefallen“, resümiert der Paderborner Programmteilnehmer Timur Shakhmanov.
Höhepunkt der Exkursion war der Empfang in der NRW-Staatskanzlei am Nachmittag: Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, und Chef der Staatskanzlei, nahm sich Zeit für die Gruppe und kam mit den jungen Menschen ins Gespräch. Der CDU-Politiker teilte mit ihnen seine Ansichten über Generationengerechtigkeit, Wehrdienst, aber auch Anekdoten aus politischen Diskussionen mit seinem 16-jährigen Sohn. Liminski lobte dabei den Raum zum Austausch, den das Fördernetzwerk der Liz Mohn Stiftung den Teilnehmer:innen bietet.
Am Ende des Tages durften die Jugendlichen den Kabinettsaal der NRW-Regierung im Landeshaus besichtigen, bevor ein langer und bereichernder Tag zu Ende ging. Mathilda Brün, Programmteilnehmerin aus Bielefeld, konnte für sich wertvolle Eindrücke aus der Exkursion nach Düsseldorf mitnehmen: „Für mich war der Werdegang der einzelnen Personen besonders interessant. Dass Menschen mit so unterschiedlichen Hintergründen den richtigen Job für sich gefunden haben, hat mir gezeigt, dass auch wir in unseren Werdegängen viele Wege vor uns haben, die zum Ziel führen.“
Den jungen Menschen bleibt nur wenig Zeit zur Erholung: Schon am Wochenende kommt die Gruppe zu einem Interview- und Medientraining erneut in Gütersloh zusammen.
Bildunterschrift: Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, und Chef der Staatskanzlei, mit den Teilnehmenden des Fördernetzwerkes „Generation Global“ sowie Mitarbeitenden der Liz Mohn Stiftung.