Dem Konzert ging eine prominent besetzte Paneldiskussion voraus. Unter dem Titel „Wonderland“ diskutierten unter anderem die belarussische Oppositionspolitikerin und Dissidentin Maria Kalesnikava, der ehemalige Österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des dortigen Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung, aktuelle Fragen internationaler Sicherheitspolitik. Im Anschluss verlagerte sich der Fokus auf die Kraft der Musik – als verbindendes Element über politische und geografische Grenzen hinweg.
Im musikalischen Teil gestalteten das Münchner Kammerorchester mit Konzertmeister Daniel Giglberger und die Geigerin Arabella Steinbacher ein Programm mit Werken von Luigi Boccherini und Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur. Im Zentrum stand dabei die Sopranistin Teona Todua. Mit der Arie „Porgi, amor“ aus Mozarts „Le Nozze di Figaro“ sowie „Fortune ennemie“ aus Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“ stellte Todua ihre künstlerische Reife und Ausdrucksstärke unter Beweis. Ihre leuchtende Höhe, musikalische Differenzierung und starke Gestaltungskraft verliehen den Arien besondere emotionale Tiefe. Todua verband stilistische Klarheit mit persönlicher Handschrift und ließ die Figuren eindringlich lebendig werden.
Teona Todua zählt zu den vielversprechendsten Sopranistinnen ihrer Generation. Geboren in Donezk mit georgischer Herkunft, erhielt sie zunächst eine umfassende Klavierausbildung, bevor sie an der Nationalen Musikakademie P. I. Tschaikowski in Kiew Gesang studierte und 2022 mit einem Master abschloss. Früh machte sie international auf sich aufmerksam: 2020 gewann sie den 3. Preis beim Grandi Voci Wettbewerb in Istanbul, 2021 den 1. Preis beim Vasyl-Slipak-Wettbewerb in Lwiw. 2024 wurde sie beim Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN der Liz Mohn Stiftung mit dem 3. Preis ausgezeichnet – ein wichtiger Schritt in ihrer internationalen Karriere.
Mit ihrem Auftritt beim Eröffnungskonzert der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz steht Teona Todua als NEUE STIMME exemplarisch für die Aktivitäten der Liz Mohn Stiftung zur Förderung exzellenter junger Sänger:innen und zur internationalen Vernetzung von Kultur, Dialog und Verständigung.