Ein besonderer Schwerpunkt lag auf ersten Ergebnissen einer noch unveröffentlichten Studie der Liz Mohn Stiftung zu Künstlicher Intelligenz und Weiterbildung. Die Untersuchung zeigt: Viele Führungskräfte sehen bei sich selbst einen erheblichen Weiterbildungsbedarf im Umgang mit KI. Gleichzeitig übernehmen sie bereits Verantwortung dafür, ihre Mitarbeitenden bei der Nutzung von KI zu unterstützen – etwa durch Lernangebote, Weiterbildungsmaßnahmen und Freiräume für Qualifizierung. Besonders herausfordernd ist jedoch, dass gerade Führungskräfte mit wenig eigener KI-Erfahrung seltener gezielt Weiterbildungsangebote für sich selbst nutzen. Genau darin liegt eine zentrale Herausforderung für zukunftsfähige Führung: Wer Wandel gestalten soll, braucht Zeit, Orientierung und passende Lernangebote. Dabei wird Qualifizierung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor: Nicht nur Geschäftsmodelle und Prozesse verändern sich durch KI, es entwickeln sich auch neue Führungsaufgaben und -rollen. Führungskräfte sind damit nicht nur Treiber der Veränderung, sondern ebenfalls Betroffene.
Die Diskussion auf dem Deutschen Führungskräftetag machte deutlich, wie eng Fragen von Führung, Weiterbildung und technologischer Transformation heute miteinander verbunden sind. Aus Sicht der Liz Mohn Stiftung braucht es Führungskräfte, die Entwicklungen früh erkennen, Verantwortung übernehmen und sowohl die eigene Lernfähigkeit als auch die Qualifizierung ihrer Teams aktiv gestalten. Die Veranstaltung bot dafür wertvolle Impulse und viele Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch.