Im Rahmen der Masterveranstaltung „Leading Organizational Culture Change“ am Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung gab Johannes Busold Einblicke in aktuelle Studien der Liz Mohn Stiftung zum Thema KI und Führung. Dabei wurde deutlich: Führungskräfte treiben den Wandel nicht nur voran, sondern sind zugleich selbst von ihm betroffen. Einerseits stehen sie vor der Aufgabe, die KI-Transformation in ihren Organisationen verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu gestalten. Andererseits verändert KI auch ihre eigene Rolle und ihre Führungsaufgaben unmittelbar.
Ein besonderer Schwerpunkt der Gastvorlesung lag auf der Frage, wie Führungskräfte KI selbst nutzen und welche Rolle Lernen und Weiterbildung dabei spielen. Aktuelle Ergebnisse der Liz Mohn Stiftung zeigen, dass KI im beruflichen Alltag vieler Führungskräfte bereits angekommen ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass Führungskräfte Zeit, Orientierung und geeignete Lernräume benötigen, um KI verantwortungsvoll einsetzen und ihre Teams beim Kompetenzaufbau unterstützen zu können.
Gemeinsam mit den Studierenden wurde diskutiert, bei welchen Führungsaufgaben KI eingesetzt werden kann, wo Grenzen liegen und welche Rahmenbedingungen Organisationen schaffen müssen, damit KI nicht nur technologisch eingeführt, sondern diese Einführung auch kulturell und organisatorisch wirksam gestaltet wird.
Die Gastvorlesung machte deutlich: KI ist keine reine Technologiefrage, sondern eine Führungsaufgabe. Entscheidend ist, wie Führungskräfte den Wandel einordnen, Lernprozesse ermöglichen und Verantwortung für die Gestaltung der Zusammenarbeit von Mensch und KI übernehmen.
Die Liz Mohn Stiftung dankt Prof. Dr. Hendrik Wilhelm und dem Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung, für die Einladung sowie den Studierenden für die engagierte und reflektierte Diskussion.