Musik ist in vielen Lebensbereichen präsent – als gemeinsames Erlebnis, Ausdrucksform und verbindende Kraft. Über ein Fünftel der Menschen in Deutschland musiziert aktiv. Musikalische Bildung schafft dafür die Grundlage: Sie stärkt Kreativität, fördert Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeit und eröffnet Räume für Begegnung, Teilhabe und transkulturelles Verständnis. Vor diesem Hintergrund widmete sich der Kongress der Frage, wie musikalische Bildung im Zusammenspiel von Initiativen, Bildungsinstitutionen und Kulturakteuren weiter gestärkt werden kann.
Die Liz Mohn Stiftung brachte insbesondere ihre Erfahrungen aus der „Kulturbrücke Cantara“ in den Austausch ein – einem gemeinsamen Projekt mit der Gesellschaft in Bewegung e.V. (GiB! e.V.). Das Projekt eröffnet Kindern und Jugendlichen niedrigschwellig den Zugang zu kultureller Bildung: In Kooperation mit Schulen und lokalen Partnern entstehen kontinuierliche Angebote, in denen junge Menschen Musik, Tanz, Theater und andere künstlerische Ausdrucksformen entdecken können.
Im Panel „Musik für Kinder – Initiativen und Vereine aus Berlin, Dresden, Gütersloh, Potsdam“ diskutierten Annika Frank und Leila Benazzouz gemeinsam mit weiteren Musik-Akteur:innen über erfolgreiche Ansätze musikalischer Bildung. Der Austausch machte deutlich, wie wichtig engagierte Initiativen, starke lokale Netzwerke und langfristige Partnerschaften sind, um musikalische Angebote nachhaltig zu verankern und möglichst viele Kinder zu erreichen.
Darüber hinaus beteiligte sich Leila Benazzouz am Panel „Transkulturelle und diversitätsorientierte Entwicklungen in der Musikalischen Bildung“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie musikalische Bildungsangebote gesellschaftliche Vielfalt stärker berücksichtigen und neue Zugänge zu kultureller Teilhabe eröffnen können. „Musikalische Bildung kann Räume schaffen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und kulturellen Hintergründen miteinander in den Austausch kommen. Wenn Angebote vielfältige Perspektiven einbeziehen, entsteht ein gemeinsames Lernen, das weit über die Musik hinauswirkt“, sagt Leila Benazzouz von der Liz Mohn Stiftung.
Die Liz Mohn Stiftung engagiert sich für die Stärkung musikalischer Bildung, die Förderung kultureller Teilhabe und die Vernetzung von Kultur-Akteur:innen. Der Kongress bot dafür eine wertvolle Plattform und neue Impulse und zeigte einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und Dialog für die Weiterentwicklung musikalischer Bildung sind.