News zum Projekt:

Generation Global – Wir gestalten Welt

UN-Mitarbeiterin gibt „Generation Global“ Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen

Liz Mohn Stiftung bringt Teilnehmenden ihres Fördernetzwerks „Generation Global – wir gestalten Welt“ die UNO näher und stellt die Weichen für einen Mentoring-Baustein ab 2027 mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur.
© Besim Mazhiqi

Gütersloh, 15. September 2026. Ein Job bei der UNO? Was für viele Jugendliche nach einem Traum klingt, hat Hannah Grupp geschafft: Sie arbeitet als Industrial Development Officer bei der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO). Im September-Workshop von „Generation Global – Wir gestalten Welt“ der Liz Mohn Stiftung berichtete sie über ihren persönlichen Werdegang – vom Studium in München über berufliche Stationen in Berlin und Washington bis zu ihrer heutigen Tätigkeit in Wien. Darüber hinaus gab sie den Jugendlichen Einblicke in die Geschichte, die Aufgaben und die komplexen Strukturen der Vereinten Nationen.

15 außenpolitisch interessierte Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren aus Ostwestfalen-Lippe bilden das Fördernetzwerk „Generation Global – Wir gestalten Welt“, das die Liz Mohn Stiftung in diesem Jahr erstmalig auf den Weg gebracht hat. Über einen Zeitraum von 24 Monaten kommen die Jugendlichen alle sechs bis acht Wochen zu Workshops, Trainings und Begegnungen zusammen. Unterstützt von professionellen Coaches und Expert:innen erweitern sie dabei ihr Fachwissen und stärken persönliche Kompetenzen, um sich künftig fundiert in öffentliche Debatten einbringen zu können.

Schon zu Beginn des Treffens mit Hannah Grupp zeigten die Projekt-Teilnehmer:innen ihr Wissen, als sie nach den fünf UN-Vetomächten gefragt wurden, ohne Zögern die USA, Russland, China, Frankreich und das Vereinigte Königreich aufzählten. Neu war für die meisten die Fülle und Komplexität der UN-Sonderorganisationen, von denen Hannah Grupp berichtete. Sie gab dazu Einblicke aus ihrer beruflichen Praxis bei der UNIDO. Die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung unterstützt Länder beim Aufbau einer nachhaltigen und umweltgerechten Industrie.

Die jungen Menschen tauschten sich angeregt mit der UN-Mitarbeiterin aus und definierten die ihrer Meinung nach größten Herausforderungen und Aufgaben, mit denen sich die Vereinten Nationen in den kommenden Jahren beschäftigen sollten. Neben Friedens- und Sicherheitspolitik, dem Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie Demokratie- und Bildungsförderung nannten sie auch die Reform des UN-Sicherheitsrates. Für ihren weiteren Weg gab Hannah Grupp den Jugendlichen einen Rat mit: „Konzentriert euch auf eure Stärken“. Das habe auch zu ihrem beruflichen Erfolg beigetragen.

Dieser Tipp bildete zugleich die Überleitung zum zweiten Teil des Workshops: Nach dem Gespräch mit Hannah Grupp beschäftigten sich die jungen Menschen mit ihren eigenen Werten, Stärken und Schwächen. Unter Anleitung von Liz Mohn Stiftungs-Mitarbeiterin Theresa Hornischer entwickelten sie so einen „Zukunftskompass“ mit eigenem Profil. Die erstellten Profile der Projektteilnehmer:innen sollen sie im Mentoring-Baustein von „Generation Global – Wir gestalten Welt“ ab 2027 mit inspirierenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur verknüpfen. Doch zunächst steht beim nächsten Workshop im Oktober eine weitere internationale Organisation im Fokus: Dann beschäftigt sich die Gruppe mit der Europäischen Union.

Ansprechpartner:innen

Simon P. Balzert
Sanny Adam Pulka